Weitere Ausweitung der deutsch-togoischen Zusammenarbeit besiegelt

Logo deutsche Zusammenarbeit Bild vergrößern Logo deutsche Zusammenarbeit (© Botschaft Lomé)

Der togoische Staatspräsident Faure Gnassingbé hielt sich vom 8.-13 Juni für einen 5-tägigen Besuch in Deutschland auf. Dort traf er sich mit dem damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Gemeinsam mit Entwicklungsminister Müller unterzeichnete er das Protokoll der zurückliegenden Regierungsverhandlungen. Der finanzielle Rahmen für die deutsch-togoische Entwicklungszusammenarbeit der kommenden zwei Jahre beläuft sich insgesamt auf 60 Millionen Euro, dies entspricht einer Erhöhung von rund 50% seit den letzten Regierungsverhandlungen in 2014.

Von den Zusagen entfällt jeweils die Hälfte auf die technische Zusammenarbeit und auf die finanzielle Zusammenarbeit. Nach den Regionen Maritime, Plateau und Centrale engagiert sich Deutschland zukünftig auch in den Regionen Kara und in der Savannes.

Die deutsche Zusammenarbeit befindet sich seit der Wiederaufnahme im Jahr 2012 bereits in der dritten Phase. In den vergangenen Jahren haben sich die zugesagten Mittel der technischen und finanziellen Kooperation und das Portfolio stets erweitert. Zu den drei Schwerpunktthemen:

(1) Dezentralisierung und Gute Regierungsführung
(2)Berufliche Bildung und Jugendbeschäftigung und
(3) Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft erweitern nun zusätzliche Engagements in

Energie und Gesundheit 

das Portfolio der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Togo.

Traditionelle afrikanische Chefs Bild vergrößern Traditionelle afrikanische Chefs (© Auswärtiges Amt)

Im Rahmen der "Eine Welt ohne Hunger“ unterhält Deutschland noch weitere Vorhaben im Bereich der Ernährungssicherung und Grüne Innovationszentren. Auch im Naturschutz- und Umweltbereich engagiert sich die Bundesrepublik mit einem Projekt für Rehabilitierung und Schutz der Wälder in Togo. Das Regionalvorhaben „Sport für Entwicklung in Afrika“ setzt gezielt Sport ein, um entwicklungspolitischen Zielsetzungen besser zu erreichen. Gemeinsame Infrastrukturprogramme in den vergangenen Jahren im Straßenbau haben die städtische Mobilität verbessert und große Investitionen im Energiesektor verbesserten die Stromversorgung. Neben dem Bundesministerium für Zusammenarbeit engagieren sich noch weitere deutsche Fachministerien in Togo. Das Bundesministerium für Forschung und Bildung unterhält ein umfangreiches Forschungszentrum in Togo zu Klimawandel und Landnutzung. Das Bundesumweltministerium finanziert ein Programm für den Naturschutz am Mono-Fluss in Benin und Togo. Das Auswärtige Amt finanziert Programme zur Nothilfe und zur Förderung der Menschenrechte.

Gegen Ende seiner Reise besuchte Staatspräsident Gnassingbé am 13. Juni 2016, das Bundesland Bayern, um hochrangige Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft zu führen.

Deutsch-togoische Zusammenarbeit