Bienenumzug im Botschaftsgarten

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Im Dezember sind der Imker David Gerstmeier und zwei weitere Freiwillige zur Verlängerung ihres Visums nach Lomé aufgebrochen. Ein glücklicher Zufall wie sich bald herausstellte. Étienne Dablé, der Leiter des Entwicklungshilfeprojekts IT-Village, bekam just in dieser Woche einen Anruf aus der Botschaft: ein Bienenvolk besiedle einen Baum, welcher gestutzt werden sollte. Das Bienenvolk war mit dieser Idee wohl nicht so einverstanden und die Arbeit des Gärtners lag erst einmal brach. Frau Weiß-Ribérau, die Frau des Botschafters, ist Tochter eines Imkers und somit mit dem ökologischem Wert der wichtigen Insekten vertraut, ihr Wunsch: die Bienen umsiedeln, anstatt sie zu töten. Noch am selben Abend ist David Gerstmeier zur Botschaft aufgebrochen um sich ein Bild von der Situation zu verschaffen. Neben der schwindelerregenden Höhe, in der sich das Bienenvolk niedergelassen hatte, stellte sich heraus, dass zwei Völker den Baum besiedeln. Aus Dapaong wurden extra zwei Imkeranzüge sowie weiteres Zubehör geschickt, damit das Volk erfolgreich umgesiedelt werden konnte. Im Anbruch der Dunkelheit wurden letzte Vorbereitungen getroffen. Die Leiter war an Ort und Stelle und die Freiwilligen konnten die zehn Meter in die Höhe steigen um die Waben zu entfernen. Anfang Januar 2012 werden wir einen Kontrollgang wagen um zu sehen ob die Bienen umgezogen sind.

IT- Village ist eine Organisation, die seit 2006 in der Savannenregion mehrere Projekte initiiert hat. Angefangen hat IT- Village mit dem Aufbau einer Informatikschule, gefolgt von der Unterstützung mehrerer Schulen, dem Imkereiprojekt, dem Aufbau eines Ausbildungszentrums und einer Baumschule. Derzeit arbeitet IT- Village mit seinem Imkerprojekt in fünf Regionen und mit insgesamt zweitausend Imkern zusammen. Den Imkern wird eine moderne Ausrüstung bereitgestellt und der Umgang gelehrt. Für die Vermarktung wurde in Lomé das „Honighaus“ errichtet, dadurch wird der Markt im Süden Togos erschlossen.

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